Mein Besuch beim Ankerzentrum

Inhumane Ankerzentren – Fürstenfeldbruck als trostloses Beispiel

„Die Iso­la­ti­on  der Flüchtlinge in Ankerzentren wie Fürstenfeldbruck ist inhuman und integrationsfeindlich“, resümiere ich den Besuch zusammen mit meiner Fraktionskollegin Gabriele Triebel und mit der Bundestagsabgeordneten Beate- Walter-Rosenheimer. „Die Staatsregierung soll endlich auf Integration setzen und die Kasernierung der Schutzsuchenden beenden. Es muss wieder die dezentrale Unterbringung im Vordergrund stehen“

Auch in Fürstenfeldbruck gibt es für die Flüchtlinge im Asyl­ver­fah­ren als auch bei dro­hen­der Abschie­bung keine unabhängige juristische Hilfe. Gerade die Flüchtlinge, die in Bayern langfristig Schutz brauchen, bekommen durch die Abgeschiedenheit und Abgrenzung keine Chance auf Integration und ein selbstbestimmtes Leben. 4,5 Stellen für sozialpädagogische Unterstützung ist bei 800 Flüchtlingen viel zu wenig. Auch die Finanzierung der Kinderbetreuung ist nicht geregelt. Besorgniserregend ist, dass nur 10 Stunden die Woche zur Verfügung stehen, um bei Zwangsprostitution oder Menschenhandel zu beraten und Betroffenen zu helfen. Dank des großen Engagements der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie der Asylsozialberatung erhalten die Schutzsuchenden wenigsten etwas Zuspruch. Auch die Regierung von Oberbayern ist sehr bemüht um die Flüchtlinge.

Ich habe mich über die Situation der Flüchtlinge in den Ankerzentrum-Depandance in Fürstenfeldbruck informiert und plane zusammen mit der Landtagsfraktion umfangreich, die Missstände in allen Ankerzentren aufzudecken und Verbesserungen anzumahnen.

Immer mehr Hinweise hatte ich erhalten, dass gerade die ehrenamtlichen Asylhelferinnen und -helfer besorgt darüber sind, welche Bedingungen eigentlich wirklich im Ankerzentrum Fürstenfeldbruck herrschen. Es ist allen bewusst, dass die Abgeschiedenheit, Enge und Isolation in dem Lager Probleme erzeugt und gerade die von der Flucht gezeichneten Schutzsuchenden zusätzlich stresst. Mein Besuch war wichtig, um einen eigenen Eindruck zu bekommen und auch die Kontrollfunktion des Parlaments zu nutzen.


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