Harlachings Kindergartenplätze schrumpfen

Während in ganz München die Familien gerade auf die Zu- oder Absage für einen Betreuungsplatz warten, wird es für die Kinder und Eltern in Harlaching eng: Der Kindergarten Biene Maja e.V. muss eine ganze Gruppe wegen des Mangels an Erzieher*innen schließen. Der katholische Kindergarten Maria-Immaculata schafft es weiterhin nicht, seine genehmigten 75 Plätze voll zu belegen, und der Kindergarten Kinderwelt Harlaching e.V. stand bereits letzten Sommer kurz vor der Schließung. Alles aufgrund des Mangels an Personal. „Es bedarf dringend eines Aktionsprogramms durch die Staatsregierung“ fordere ich als Abgeordnete für den Stimmkreis Giesing-Harlaching. „Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Plätze, längere Öffnungszeiten und mehr Personal. Auch muss die Vielfalt der Einrichtungen im vorschulischen Bereich erhalten bleiben.“ Die Grüne Landtagsfraktion reicht dazu ein umfangreiches Antragspaket – bestehend aus 10 Einzelanträgen- für eine Qualitätsoffensive in der Kindertagesbetreuung im Landtag ein, die mein Kollege Johannes Becher, MdL, als Sprecher für frühkindliche Bildung zusammen mit den Verbänden der Kitas erarbeitet hat.

„Wir Eltern und alle Einrichtungen spüren den Personaldruck und hoffen, dass gutes Personal lange und konstant in der Einrichtung bleibt.“ kommentiert Stefanie Popp Elternbeiratsvorsitzende der Kinderwelt Harlaching die Situation. „Gerade die kleinen Einrichtungen haben es besonders schwer. Es kann aber nicht sein, dass nur noch große Träger oder solche mit hohen Beitragsgebühren sich überhaupt noch Personal leisten können.“ Durch stetig steigende Geburtenraten in München an wächst die Nachfrage an Betreuungsplätzen von der Geburt bis über die Grundschulzeit hinaus. Die Geburtenzahl in München stieg von 2013 bis 2017 um 9,3%. Eine gesicherte Kinderbetreuung ist vor allem für berufstätige Mütter und Väter sowie alle Alleinerziehenden unverzichtbar. Der eklatante Mangel an Erzieherinnen und Erzieher ist in ganz Bayern und besonders in Harlaching spürbar. Durch die Lage am Stadtrand können die Familien nicht ins Umland ausweichen.

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