Ausweitung der Cluster-Test auf Unterkünfte von Geflüchteten

Die verdeckten Ansteckungswege in den engen Unterkünften müssen frühzeitiger erkannt werden. Besonders jetzt nach den gesellschaftlichen Lockerungen und auch als Konsequenz aus den Todesfällen wie in der Aschauer Straße in München, muss es zusätzlich eine Ausweitung der Teststrategie geben. Deshalb forder ich zusammen mit meinen grünen Kolleg*innen eine Ausweitung der Test auf asymptomatische Personen in den Gemeinschaftsunterkünften. Die Grüne Fraktion hat dazu einen Antrag eingereicht. Im Plenum am 28.5.2020 bestätigt selbst die CSU den Bedarf an einer Ausweitung, hat aber dabei bisher nicht die Unterkünfte der Geflüchteten im Fokus. Dies muss sie dringend ändern – Geflüchtete stecken sich durch die schwierigen Bedingungen in den Gemeinschaftsunterkünften dreimal so häufig mit Covid-19 an.

Antrag der Grünen Fraktion zur Ausweitung der Test auch auf Gemeinschaftsunterkünfte

Diese Ausweitung muss jetzt dringend die Gemeinschaftsunterkünfte einschließen. Unentdeckte Ansteckungs-Cluster wie in den Gemeinschaftsunterkünften müssen so schnell wie möglich entdeckt werden, damit Infizierte nachverfolgt werden können. Es wird gerade in den Unterkünften nicht ausreichend und zu zögerlich getestet.

Im Rahmen von Ausbrüchen des Covid-19 Virus lassen sich Kontaktpersonen und die Intensität der Kontakte häufig nur schwer ermitteln. Die Erfahrung ist, dass in solchen Szenarien ein hoher Anteil asymptomatischer Virusträger auftreten kann. Durch eine schnelle Testung auch asymptomatischer Personen in den Unterkünften, könnte frühzeitiger eine Isolierung von Virusträgern und Erkrankten erfolgen und die infizierten Personen schneller Hilfen erhalten.

Ich selber plane in der Woche nach Pfingsten mir selber ein Bild von der Situation in den Unterkünften z.B. in der Aschauer Straße und in Manching zu machen.

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