Geflüchtete werden in der Pandemie weiterhin allein gelassen

Ich fordere die Staatsregierung zu einer besseren Pandemiebekämpfung in Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete in Bayern auf.

Mehr Einsatz zur Erhöhung der Impfquote und beim Boostern

Die Söder-Regierung hat nach wie vor keine Ahnung, wie es um die Impfquote in den Flüchtlingsunterkünften in Bayern steht. Sie setzt lieber auf mögliche Informationsaushänge, die jedoch oft nicht ausreichen, um die Menschen wirklich zu erreichen. So werden unverhältnismäßig lange Ketten-Quarantänen in Kauf genommen. So liest sich die Antwort der Staatsregierung auf meine aktuelle Anfrage.

Zur Antwort auf meine Anfrage geht es hier.

Weiterer Kritikpunkt: Viele Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete haben noch immer keine Internetversorgung.

Die Hälfte der Flüchtlingsunterkünfte hat kein Internet, trotz drohender Ketten-Quarantänen. Auch hier zeigt die Antwort der Staatsregierung Versagen auf ganzer Linie auf. Gerade in Zeiten von Corona ist für Geflüchtete eine verlässliche Internetverbindung notwendig, um sich Informationen zu beschaffen oder etwa Übersetzungssoftware nutzen zu können, um Kontakt zu Behörden oder ins Herkunftsland herzustellen und nicht vom Homeschooling abgeschnitten zu sein.

Die Realität sieht jedoch anders aus: Auch jetzt, nach Ende des Vergabeverfahrens und der Beauftragung eines externen Dienstleisters bei der Internetversorgung, ist weiterhin nur die Hälfte der Gemeinschaftsunterkünfte und dezentralen Unterkünfte mit W-Lan versorgt. Trotz des Vergabeverfahrens bleibt also alles beim Alten.

Zu viele Geflüchtete und damit auch die Kinder in den Unterkünften sind vom W-Lan abgeschnitten

Einziger Fortschritt: Unterkunftsverwaltungen, die sich bislang nicht um einen Internetanschluss für die Bewohner*innen bemüht haben, können sich nun über die Möglichkeiten dazu beraten lassen – proaktiv wird jedoch nicht auf sie zugegangen.

Kennen Sie eine Unterkunft, die gern W-Lan einrichten möchte, aber nicht weiterkommt? Schreiben Sie mir gern!