Einsatz gegen Rassismus: Von der Arbeitsstelle bis in die Freizeit

Die Bereiche, in denen Ausgrenzung und Diskriminierung stattfinden können, reichen vom Arbeitsplatz, den Gesundheitsbereich bis in die Freizeit. Ob bei der Wohnungssuche oder während eines Arztbesuches – Institutionellen Rassismus gibt es in allen gesellschaftlich relevanten Einrichtungen.

Deshalb haben wir zusammen mit den Institutionen und Organisationen Maßnahmen für die Bereiche Gesundheit, Arbeit, Wohnen und Freizeit zusammengestellt.

Gesundheit- und Pflege

Der Gesundheits- und Pflegebereich wird auch von zahlreichen LGBTQI*s als diskriminierender Ort wahrgenommen. Das hat gravierende gesundheitliche Folgen! Insbesondere Transpersonen verheimlichen laut einer EU weit durchgeführten Studie zu einem großen Teil ihre geschlechtliche Identität vor dem eigenen Hausarzt oder gehen gar nicht zur/zum Ärzt*in, weil sie Diskriminierung und Stigmatisierung fürchten. Radieschen

Hier die Grünen Maßnahmen im Bereich Gesundheit:

  1. Unterstützung der Kommunen bei der Durchführung von „Barrierefreiheitsprüfungen“
  2. Aufnahme der Themen „Diskriminierung und interkulturelle Kompetenz“ in die Pflegeausbildung
  3. Erstellung von Fortbildungsangeboten für Ärztinnen und Ärzten zum Thema Diskriminierung in der Medizin und interkulturelle Kompetenz
  4. Erstellung eines Leitfadens für Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte zur diskriminierungsfreien medizinischen Versorgung von LGBTQI*-Personen

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Wohnen

Neben dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist die Diskriminierung von bestimmten Personengruppen bei der Wohnraumvermietung eines der zentralsten Probleme der Wohnungspolitik.

Hier die Grünen Maßnahmen im Bereich Wohnen:

  1. Erstellung eines Beratungs- und Serviceratsgebers zum Thema Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt
  2. Erstellung einer Informationskampagne für private Akteurinnen und Akteure aus der Wohnungswirtschaft

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Arbeit und Beschäftigung

Die kulturelle Vielfalt in der Arbeitswelt ist nicht nur für das Zusammenarbeiten im
Betrieb ein Gewinn. Der Einsatz gegen Rassismus ist Aufgabe der Gewerkschaften, Betriebsrät*innen und vor allem auch für die Unternehmensleitung. Wir freuen uns, wenn diese Maßnahmenvorschläge für weniger Ausgrenzung am Arbeitsplatz und bei der Arbeitssuche Unterstützung finden:

Hier die Grünen Vorschläge im Bereich Beschäftigung:

  1. Einführung eines Bayerischen Anerkennungs- und Nachqualifizierungszuschusses
  2. Aufbau von Schulungsangeboten für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zur Umsetzung der AGG-Vorgaben (AGG= Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)
  3. Aufbau von Fortbildungsangeboten für Vermittlungskräfte zu Diskriminierungsrisiken

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Freizeit und Sport

Antidiskriminierungsmaßnahmen werden auch von den Sportvereinen, Verbände und anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen immer stärker nachgefragt. Denn auch sie sind keine diskriminierungsfreien Räume. Gleichzeitig hat der Sport eine Reichweite wie wenig andere gesellschaftliche Bereiche.

Hier die Grünen Maßnahmen für den Freizeitbereich bzw. Sport:

  1. Erstellung eines Landesprogramms nach dem Vorbild des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“
  2. Erstellung eines klaren Maßnahmenpakets seitens des Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration und damit die Schaffung von Schulungsangeboten im Bereich
  3. Antidiskriminierung für Vereine, Verbände und andere zivilgesellschaft- liche Gruppen
    Errichtung eines Runden Tisches „Gegen Diskriminierung im Sport“

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Die Maßnahmenvorschläge, die Gesetzentwürfe und den eingereichten parlamentarischen Initiativen gibt es hier: