Mehr Schutz vor Corona für Geflüchtete: Erneut viele Infizierte in den Gemeinschaftsunterkünften

Der Schutz vor Corona in den Flüchtlingsunterkünften ist weiterhin unzureichend.  Das belegen die aktuellen Zahlen der Staatsregierung auf eine Anfrage von mir. Derzeit sind 1.727 Geflüchtete aktiv mit SARS-CoV-2 infiziert (Stand 24.01.2022). Bereits im Dezember 2020 waren die Zahlen ähnlich hoch. Die Staatsregierung hat versäumt, die Schutzmaßnahmen dieser Welle zu erhöhen.

Zur Antwort auf meine Anfrage geht es hier!

Dabei ist es ihre Aufgabe die Geflüchtete vor einer Ansteckung zu schützen und endlich mehr Schutzmaßnahmen zu organisieren:

In den Unterkünften kann weder ein Sicherheitsabstand eingehalten, noch können soziale Kontakte vermieden werden!

Wer sich Gemeinschaftsküchen teilt, in Mehrbettzimmern wohnt, aus derselben Kantine versorgt wird und die Sanitäranlagen gemeinsam nutzt, ist immer mit anderen Menschen in Kontakt.

Dementsprechend hart trifft es die Geflüchteten, wenn die gesamte Unterkunft unter Quarantäne gestellt wird und durch Kettenquarantänen diese Wochenlang von der Außenwelt abgeschnitten sind.

Kritik an der Unterbringung in Sammelunterkünften

Die Corona-Krise bestätigt uns Grüne nachdrücklich in unserer Kritik an großen Sammelunterkünften für Flüchtlinge, denn sie steigern das Risiko von Infektionskrankheiten massiv.

Entzerrung, mehr Schutz und mehr Impfaktionen

Meine Forderung nach Entzerrung der Belegung und rasche Auszug der Risikogruppen wurde immer wieder von den Mehrheitsfraktionen abgelehnt. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache und der Höhepunkt der Omicron-Welle steht noch aus.

Es ist höchste Zeit, dass die Staatsregierung einen Standard und eigenes Konzept entwickelt, um gemeinsam mit der migrantischen Community niedrigschwellige, mehrsprachige Impfaktionen durchzuführen. Die Verantwortung wird den Kommunen und den Impfzentren überlassen.

Zur Antwort auf meine Anfrage geht es hier!