Internationaler Frauentag: Die Hälfte der Macht den Frauen auch bei uns

Anlässlich des Weltfrauentags zum 8. März habe ich zusammen mit Grünen Bezirkspolitikerinnen und dem Grünen Ortsverband STOFF in Thalkirchen mich zum Thema Gleichberechtigung ausgetauscht.

Es gibt noch unfassbar viel zu tun!

So hinkt die Anzahl weiblicher Politikerinnen z.B. im Bayerischen Landtag insgesamt weiterhin deutlich hinter dem Anteil von Frauen an der Gesamtbevölkerung zurück. Aber auch in der Arbeitswelt und bei der Care-Arbeit müssen Frauen noch immer deutlich mehr stemmen als Männer und das bei häufig schlechterer Bezahlung.

Frauen verdienen weniger als Männer

Durchschnittlich 22 Prozent verdienen Frauen in Bayern weniger als Männer. Die langfristigen Auswirkungen: Im Vergleich zu anderen Bundesländern sind mehr Frauen in Bayern in Teilzeit und in prekären Beschäftigungsverhältnissen und überdurchschnittlich von Altersarmut betroffen.

Frauen mit Migrationsgeschichte sind oft doppelt benachteiligt

Frauen mit Migrationsgeschichte sind oft doppelt benachteiligt, einerseits durch ihre Migrationsgeschichte, andererseits als Frau. Gerade jetzt kommen viele Frauen mit Ihren Kindern aus der Ukraine und suchen Schutz in Bayern. Sie brauchen eine Chance genauso wie die Geflüchteten aus den anderen Ländern, sich hier hier gleichberechtigt einzubringen und ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen.

Gerade ein reiches Land wie Bayern muss deshalb mehr für echte Gleichberechtigung leisten. Das Mutter-Kind Haus in der Bleyerstraße ist ein hervorragendes Beispiel für die Unterstützung von finanziell benachteiligten und alleinerziehenden Müttern. In kulturell diversen Stadtteilen wie Thalkirchen ist der Bedarf für derartige Angebote besonders hoch.

Corona wirkt wie ein Brennglas auf die Benachteiligung

Natürlich steht der diesjährige Frauentag auch unter dem Eindruck der Corona-Pandemie. Die Krise trifft Frauen besonders hart. Die Corona-Krise verschärft die Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern. Vor allem Frauen, viele davon mit Migrationsgeschichte, arbeiten in systemrelevanten und zugleich unterbezahlten Berufen. In der Krise sind besonders sie von Einkommenseinbußen betroffen, die sie durch Freistellung, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit erfahren. Sie übernehmen den überwiegenden Teil der Haus- und Familienarbeit und reduzieren dafür ihre Arbeitszeit.